Wanderung rund um Steffeln. Kapelle, Wald und Vulkangarten

Ausgangspunkt: Der Parkplatz am Gemeindehaus, Lindenstraße 10, 54597, Steffeln

Einkehrmöglichkeit:
Gastwirtschaft Sünnen (www.gastwirtschaft-suennen.de) und Vulkanhotel Steffelberg (www.vulkanhotel.de).

Länge 8,2 km, 2 Stunden Wanderzeit, 175 Höhenmeter Anstieg

Charakter der Wanderung:
Eine schöne, nicht zu lange Wanderung mit viel Abwechslung unterwegs: Das alte Backhaus und die Kirche, die auf und zum teil in dem Steffelner Tuffring sind gebaut. Wir besteigen die Anhöhe Wahlhausen auf dem alten Kreuzweg und haben von der Marienkapelle einen wunderschönen Weitblick. Anschließend wandern wir auf einem Erlebnispfad in dichtem Wald, durchqueren das Laach Maar und besichtigen den Vulkangarten.

Aufgezeichnet am 07.07.2011, überarbeitet am 15.08.2015

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Streckenbeschreibung

km 0,0 Startpunkt ist der Parkplatz am Gemeindehaus gegenüber der Kirche. Zuerst wandern wir auf der Hauptstraße in etwa nordwestlicher Richtung. Nach 100 m nehmen wir den Marienweg rechts. Direkt rechts vom Haus „Enne-Backes“ (Ein altes Backhaus, zum Teil im Tufffelsen gebaut) wandern wir die Treppe zur Kirche hoch. Ab hier folgen wir der Markierung „Vulkanpfad“.

Auf einem steil aufragenden Tufffelsen dominiert die Pfarrkirche St. Michael das Dorfbild. An der Stelle einer mittelalterlichen Burganlage (1282) errichtet, wurden Langschiff und Chor 1711 erneuert, während der mächtige Westturm 1923 hinzugefügt wurde. Zusammen mit der Kirche bilden das barocke Pfarrhaus und die Reste eines Frohnhofes aus dem 15. bis 18. Jahrhundert ein reizvolles Ensemble. (Heute die Akademie für Bildende Kunst Vulkaneifel). Auf der Anhöhe nördlich des Ortes befindet sich die Votivkapelle Wahlhausen.

km 0,25 Vor der Kirche halten wir uns links und wandern auf dem Kreuzweg zur Votivkapelle Wahlhausen. Auf 559 m ü. NN genießen wir das schöne Panorama. Die Kapelle ist immer geöffnet.

Eine Votivkapelle ist eine Kapelle, die erbaut wurde als Zeichen des Dankes für die Rettung aus einer Notlage, oder mit der Bitte um Erfüllung eines bestimmten Wunsches Im Zweiten Weltkrieg, in Juli 1944, hatten die Steffelner auf Anregung von Pfr. Brühl das Gelübde abgelegt eine Kapelle zu errichten, Maria geweiht, wenn der Krieg das Dorf verschonen würde. Im Sommer 1946 begann man mit dem Bau. Es war ein echtes Gemeinschaftswerk der Dorfgemeinschaft. Fenster- und Türgewände sind aus heimischem Sandstein, die Bausteine wurden aus Steffelner vulkanischem Tuff gewonnen.

km 1,0 Weiter geht es auf dem Vulkanpfad. Nach 250 m nehmen wir den Weg schräg links. Am Waldrand, beim Pilgerkreuz Nr. 30, halten wir uns rechts.

km 1,9 In der Rechtskurve zweigt der Vulkanpfad nach links ab. Der Name „Pfad“ ist hier richtig gewählt, ab und zu zeigt uns eine Markierung, dass wir richtig sind. Schließlich stoßen wir auf einen breiten Waldweg, wo wir uns rechts halten. Wir wandern stetig bergaufwärts und nehmen an der Wegkreuzung (mit Pilgerkreuz) den Weg links. Am Rettungspunkt vorbei und geradeaus dem Hauptweg folgen, jetzt bergabwärts. 10 m vor der Straße (L24) halten wir uns rechts, kommen dann am Ende dieser Wendebogen auf die Straße.
 
km 3,5 Wir überqueren die Landesstraße und wandern weiter auf dem Feldweg. An der Wegkreuzung, bei der Scheune, nehmen wir den Weg links (die andere 2 sind ohnehin zugewachsen). Wir wandern an der Abzweigung geradeaus, am Wäldchen vorbei und erreichen dann eine Asphaltstraße. Hier halten wir uns links und wandern am Römerhof vorbei.

Der „Römerhof“ liegt in der Mitte des Laach Maar. Das Laach Maar ist ein großes Trockenmaar. Der Vulkanismus rund um Steffeln hat hier angefangen. Aufsteigendes Magma stieß auf Grundwasser, mit einer gewaltigen Explosion wurde eine schüsselförmige Mulde gebildet, umgeben von einem Ringwall aus Auswurfsmaterial. Spätere vulkanische Aktivität hat den Schlackenkegel des Steffelnkopfes gebildet. Laach Maar, der Name kommt übrigens vom lateinischen Wort „lacus“, das „See“ bedeutet, das englische Wort ist „Lake“.

Unser nächstes Ziel ist der Steffelnkopf, der leider dem Gesteinsabbau zum Opfer gefallen ist, aber immer noch eindrucksvoll wirkt. An der Kreuzung nehmen wir die Straße rechts, Richtung Kleinlangenfeld. Nach knapp 300 m biegen wir nach links ab und gehen gleich wieder nach rechts. Ab hier folgen wir wieder der Markierung „Vulkanpfad“. Nach einem kurzen, steilen Anstieg wandern wir bei der Gabelung nach links und später am Feldrand vorbei, weiter bergan. Nach rechts schauend ist die landschaftliche Struktur des Laach Maar, die fast kreisrunde Form mit dem Rindwall ab hier gut zu erkennen. Noch einmal halten wir uns links und erreichen den Vulkangarten. Wir nehmen am Besten den Weg direkt links von der Infotafel. In einigen Kehren führt er uns tief ins Vulkaninneren.
Übersichtskarte des Vulkangartens: Hier klicken!

Schließlich erreichen wir den höchsten Punkt des Vulkangartens, auf 552 m über NN, wo eine Wanderhütte und Rastbänke stehen. Mit Hilfe der Infotafel „Eifel-Blicke Steffelberg“, können wir einige markante Vulkane erkennen und benennen. Wir verlassen den Vulkangarten in sudöstliche Richtung (Ernstberg!). Die Markierung „Vulkanpfad“ führt uns in einigen kehren hinab. Da, wo die Markierung Vulkanpfad und die Schilder Eichholzmaar und Mineralquelle nach rechts zeigen, wandern wir geradeaus in einer offenen Wiesenlandschaft gezielt auf die Steffelner Kirche zu. Einkehrmöglichkeiten: Gastwirtschaft Sünnen und Vulkanhotel Steffelberg.
km 8,2 Parkplatz am Gemeindehaus, Ende unserer Wanderung.

 

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